Aug18th

Kooperationskultur

Die Kultur der beteiligten Organisationen ist ein wesentlicher Faktor, wenn es um den Aufbau von Kooperationen geht. Gerade bei Unternehmen, häufig auch im Bereich der im weiteren Sinn politischen Organisationen, gibt es eine "Wir sind sowieso die Besten" Einstellung. Das mag so stimmen oder nicht, hilfreich beim Vorhaben, eine Kooperation mit anderen einzugehen, ist es definitiv nicht.

Daher unterziehen wir (PZN Kooperationsberatung) potenzielle Kooperationspartner beim Aufbau neuer Kooperationen immer zunächst einem KooperationsCheck. Dessen Aufgabe ist es nicht, eine Gut-Schlecht-Bewertung vorzunehmen, sondern festzustellen, wo es bei den grundlegenden Kooperationsvoraussetzungen (Bewusstsein, Fähigkeit, Bereitschaft) Unterschiede gibt. Diese werden transparent gemacht und Widersprüche versucht aufzulösen. Nur wo das nicht gelingt, empfehlen wir einem Unternehmen schon mal den Verzicht auf die Teilnahme an der Kooperation.

Neben Daten der einzelnen Unternehmen (Größe, Marktposition etc.), strategischen Zielen und Vorstellungen zu deren Umsetzung, nehmen organisationskulturelle Faktoren einen breiten Raum ein. Wie wird geführt, wie wird kommuniziert, wird in Teams gearbeitet sind einige der Indizien, die abgefragt werden, um prognostizieren zu können, ob die verschiedenen Kulturen ein kooperatives Arbeiten unterstützen.

Mehr Hintergründe liefert der Eintrag Kooperationskultur, der von mir kürzlich bei Wikipedia erstellt wurde.

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Aug11th

Begriffe der Sozialen Netzwerkanalyse

Ralph Klocke Glossar | wong it! Weiter lesen

Das Wörterbuch der Sozialen Netzwerkanalyse gibt es bisher nicht, vor allem in deutscher Sprache sind die Quellen für Begriffserläuterungen noch sehr rar. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich diese Lücke füllen und an dieser Stelle nach und nach ein Glossar mit Begriffen aus der Sozialen Netzwerkanalyse und verwandten Themenbereichen aufbauen. In näherer Zukunft werden Montags neue Artikel erscheinen, die entweder weitere Begriffe hinzufügen oder aber "normale" Beiträge sind. Auf diese Weise wird die bisher sporadische Veröffentlichungspolitik auf Organisationen neu sehen systematischer und das Blog erhält einen größeren Nutzwert.

Die ersten vier Begriffe wurden soeben publiziert, das Augenmerk liegt für mich nicht in erster Linie auf wissenschaftlichen Definitionen, sondern auf Verständlichkeit. Wenn möglich sollen sich für den Leser auch Verwendungsmöglichkeiten erschließen, vorrangig in der Analyse Organisationeller Netzwerke. Zu finden sind alle Beiträge in der neuen Rubrik Glossar.

Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion oder schicken Sie mir eine Email, wenn Ihnen eine Begriffserläuterung verbesserungswürdig erscheint oder Sie Begriffe vermissen.

Neben eigenen Formulierungen habe ich für das Glossar der Sozialen Netzwerkanalyse auf verschiedene Quellen zurück gegriffen.

Ein Auszug aus verwendeter Literatur und Links, die Liste wird regelmäßig ergänzt:

Freie Universität Bozen (PDF)

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Aug11th

Bacon-Zahl (Glossar)

Ralph Klocke -> A-C | wong it! Weiter lesen

Die Bacon-Zahl entstammt der Aufstellung eines Netzes der Zusammenarbeit von Filmschauspielern. Dabei wird, ausgehend von Kevin Bacon, jedem Schauspieler eine Zahl zugeordnet. Kevin Bacon erhält als einziger die Zahl 0. Jeder Schauspieler, der mit Kevin Bacon zusammengearbeitet hat, bekommt die Bacon-Zahl 1. Jeder, der mit einem Schauspieler der Bacon-Zahl 1 vor der Kamera stand, bekommt die Bacon-Zahl 2, usw. Die größte momentan existierende Bacon-Zahl ist 8, was auch einen Hinweis auf das Small-World-Phänomen gibt.

Die Erdòs-Zahl ist die der Bacon-Zahl entsprechende Größe in der Mathematik.

Dies ist eine Begriffserläuterung in der Rubrik Glossar der Sozialen Netzwerkanalyse.

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Aug11th

Small-World-Phänomen (Glossar)

Ralph Klocke -> Q-S | wong it! Weiter lesen

Das Small-World-Phänomen ist ein von Stanley Milgram in den 60er Jahren geprägter soziologischer Begriff. Milgram versuchte in einem Experiment die durchschnittliche Anzahl der Stationen (Bekanntschaften) zwischen zwei beliebigen Personen zu ermitteln. Dazu verschickte er an zufällig ausgewählte Versuchspersonen einen Brief, der an einen unbekannten Dritten gerichtet war. Die Versuchsperson war angewiesen, den Brief an einen Bekannten weiterzuleiten, von dem sie glaubte, der unbekannten Zielperson näher zu stehen. Dieser sollte dann genauso verfahren, solange bis der Brief sein Ziel erreicht. Die entstehenden Ketten bestanden aus durchschnittlich sechs Personen.

Man kann also leicht vereinfachend sagen, dass jeder Mensch auf der Welt mit jedem Anderen über durchschnittlich sechs Ecken bekannt ist. Die Verbindung funktioniert über soziale Hubs, Personen mit extrem vielen Bekannten. Das Small-World-Phänomen lässt sich nicht nur auf zwischenmenschliche Netzwerke anwenden; so funktionieren z.B. die Bacon-Zahl und die Erdös-Zahl nach dem selben Muster.

Literatur & Links

Six degrees of separation, Duncan J. Watts 2004

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Aug11th

Clusterkoeffizient (Glossar)

Ralph Klocke -> A-C | wong it! Weiter lesen

Clusterkoeffizient -> Vernetzungsgrad

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Aug11th

Vernetzungsgrad (Glossar)

Ralph Klocke -> T-V | wong it! Weiter lesen

Der Vernetzungsgrad (auch Clusterkoeffizient) ist ein Maß für den Grad der Verlinkung in einem Netzwerk. Man unterscheidet zwischen dem (lokalen) Vernetzungsgrad eines Akteurs (Knotens) und dem (globalen) des gesamten Netzwerks. Der Vernetzungsgrad berechnet sich aus der Anzahl der Verbindungen eines Akteurs / des gesamten Netzwerks bezogen auf die maximal mögliche Anzahl an Verbindungen. Der Vernetzungsgrad eines Akteurs ist 1, wenn er Beziehungen zu allen n-1 Akteuren des Netzwerkes unterhält.

Die maximale Anzahl an Verlinkungen eines Akteurs: n-1 (n ist die Anzahl der Akteure im Netzwerk)

Die maximale Anzahl an Verlinkungen in einem Netzwerk: n-1 * n/2

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Aug3rd

Neue Small-World Studie

Da es bis zum nächsten eigenen Beitrag noch etwas dauern wird (einige stecken aber bereits in der Ideenphase), hier mal wieder Verweise zu einem aktuellen Spiegel Online Artikel und zu zwei weiterführenden Seiten.

Unter dem Titel Das-Jeder-kennt-jeden-Gesetz wird über eine neue Small-World-Studie berichtet, die auf der Auswertung von 30 Milliarden Verbindungen eines großen Instant-Messenger Netzwerkes beruht. Die eigentliche Studie kann bei arXiv.org als PDF abgerufen werden. Die Milgram Aussage wurde mit einer durchschnittlichen Beziehung über 6,6 Ecken wieder einmal bestätigt.

Bei der Gelegenheit verweist Spiegel Online auch noch auf einen älteren Beitrag zum Thema Superspreader. Die These, dass solche Hubs mit sehr vielen Verbindungen Krankheiten zu Epidemien machen, ist zwar nicht mehr ganz neu, aber dennoch viel Spaß beim Lesen.

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Jun24th

Social Networking in plain English

Nein, ich bin nicht im Urlaub.

Ganz im Gegenteil, zur Zeit lässt mir die Projektentwicklung wenig Zeit zum Bloggen. Das gefällt mir selber nicht, aber man muss halt Prioritäten setzen. Um so schöner ist es, dass mich weiter regelmäßig Anfragen, vor allem von StudentInnen, erreichen, die mehr über Unternehmensnetzwerke und die Soziale Netzwerkanalyse wissen möchten. Für mich ein Zeichen, dass die Methode auch in Deutschland eindeutig im Aufwind ist.

Nun aber zum heutigen Thema. Wie der Titel sagt, werde ich meinem Anspruch, deutschsprachige Beiträge zu schreiben und zu finden, mal wieder nicht gerecht. Aber wenn ich englische Perlen finde, sollen die nicht unerwähnt bleiben.

Hier zeige ich Ihnen ein Video, das bei Youtube von commoncraft.com zur Verfügung gestellt wurde, um in einfachen (aber eben englischen) Worten zu erklären, was Soziales Netzwerken eigentlich ist. Es gibt bereits Versionen in anderen Sprachen (Spanisch z.B.), aber auf das deutsche Video müssen wir wohl noch warten.

Der Beitrag ist auf Web 2.0 Netzwerke zugeschnitten, beschreibt aber die Grundlagen von Sozialen Netzwerken allgemein ebenso gut - mit ein bisschen Fantasie werden Sie die Inhalte auf Ihre Umgebung in der realen Welt übertragen können. Um Web 2.0 kommt eben niemand herum, der das Thema Netzwerken modern abhandeln will - oder soll ich modisch sagen?

Ich bin jedenfalls ein wenig neidisch darauf, wie simpel und einleuchtend die Präsentationsprofis ein komplexes Thema aufbereiten können. Mich erinnert das an meine Slideshare, die ich hier kürzlich gezeigt habe - ähnlicher Inhalt, mehr Worte.

Wie immer freue ich mich über Kommentare, auch weil die bisherige Resonanz fast auschließlich per Email oder Telefon bei mir angekommen ist.

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Apr30th

Selbstmord durch Ansteckung

Unter dieser Überschrift bringt Spiegel Online heute wieder einmal ein Anwendungsbeispiel für Soziale Netzwerkanalysen. Zwar betrifft diese Anwendung nicht die Analyse von Organisationen (Unternehmen), aber ich will nicht kleinlich sein, sondern mich über jede prominente Unterstützung der SNA Szene freuen.

Hier ist der Einleitungstext:

Breiten sich Religionen und politische Überzeugungen wie Epidemien aus? Sind auch Suizid, Fett- und Trunksucht ansteckend? Soziologen gehen diesen Fragen mit neuartigen Verfahren auf den Grund: Sie füttern Computer mit den Lebensdaten riesiger Menschenmengen.

Und hier der Link zum Weiterlesen.

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Apr17th

Neue Präsentation über Netzwerke, Beziehungen und deren Analyse

Wie an den Abständen zwischen zwei neue Beiträgen zu sehen, bin ich zur Zeit einigermaßen gut beschäftigt,  zum Beispiel damit Vorträge vorzubereiten und zu halten. Einen aktuellen habe ich jetzt wieder auf Slideshare.net veröffentlicht, Sie finden ihn natürlich hier.

 

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